Berichte unserer RSG-Vereinsmitglieder

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Eine Bereicherung für unseren Verein - Flüchtlingsintegration der RSG-Warendorf-Freckenhorst - Ein Bericht von Elisabeth Richter

Weltweit befinden sich laut Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor Bürgerkriegen, wurden vertrieben oder wollen der Armut entkommen. Auch in Deutschland haben viele eine Zuflucht gesucht und gefunden. Laut der noch geltenden offiziellen Prognose der Bundesregierung werden in diesem Jahr bis zu 800.000 Flüchtlinge in Deutschland erwartet; Tendenz weiter steigend.

Auch in unserer Gemeinde Freckenhorst leben seit mehreren Monaten zahlreiche syrische, albanische, serbische und afrikanische Flüchtlinge. Einige Asylbewerber haben ihre Heimat alleine verlassen, einige sind mit ihrer Familie gekommen. Viele haben alles verloren. 

Nachdem wir im Frühjahr des vergangenen Jahres erfahren haben, dass auch in Freckenhorst einige Flüchtlinge leben, war für uns klar, dass auch unsere Radsportgemeinschaft einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten kann. Dennoch wussten wir, dass dies nicht ganz einfach umzusetzen ist, da unser Verein nur wenige Leihräder zur Verfügung hat. 

Nach kurzer Zeit kam der erste Kontakt mit unseren Neubürgern am Groneweg in Freckenhorst zustande. Interesse, am MTB-Training der RSG teilzunehmen, gab es bei den jungen Männern aus Afrika und Syrien genug. Wir organisierten die erste gemeinsame Ausfahrt durchs Gelände. Einige unserer aktiven Mitglieder erklärten sich sofort bereit, ihr Geländerad auszuleihen, sodass mit unseren Vereinsrädern für die erste Aktion zunächst einmal genügend Räder zur Verfügung standen. Nachdem alle – wenn auch mit einer guten Stunde Verspätung – mit einem Rad und Fahrradhelm ausgestattet waren, ging es ins Gelände. Alle hatten wahnsinnig Spaß und waren am Ende der Tour auch ganz schön erschlagen.  

Noch einfacher gestaltete sich das gemeinsame Training mit den Kindern der syrischen und albanischen Familien aus der Theodor-Kreimer-Straße. Die Eltern waren sehr dankbar, dass unser Verein ihre Kinder, die mit großer Begeisterung regelmäßig – und das bei jedem Wetter – an den Trainingsrunden teilnehmen, die Möglichkeit bietet „schlimme“ Erlebnisse in ihren Heimatländern beim Radsport zu vergessen.

So lernten die Kinder neben dem Marktplatz, einen Besuch der Stiftskirche und der Rückämper Kapelle in Enniger sowie die Einkehr in unsere Eisdiele, die nähere Umgebung um Freckenhorst kennen. Auch die Familie Tünte-Neite hatte uns zum Schafe füttern eingeladen und freute sich über unseren Besuch. Eine besondere Attraktion für die Kinder war das Luftkissen auf dem Hof Schulze Niehues. Es tut gut zu erfahren, dass es viele Menschen gibt, die den Flüchtlingen mit offenen Armen begegnen. Auch das regelmäßige Training hat Früchte gezeigt, trainieren einige der Kinder doch mittlerweile in der stärksten Gruppe. Ein syrischer Radler unterstützt zwischenzeitlich als Trainingshelfer das Training unserer Jugendgruppe. 

Die Verständigung war sicherlich nicht immer ganz leicht, wird aber von Woche zu Woche besser. Zur Not half die Übersetzungs-App auf dem Handy und mit Händen und Füßen können Sprach-barrieren bekanntlich auch überwunden werden. Das Wichtigste ist, Vertrauen aufzubauen. 

Wie in Deutschland im Großen, stellt sich auch uns die Frage, welche Angebote wir weiterhin machen können, wenn weitere Flüchtlinge nach Freckenhorst kommen. Auch wissen wir, dass einige unserer „neuen Radsportfreunde“ nicht dauerhaft in Deutschland bleiben werden, weil Asylgründe nicht vorliegen und ein Asylantrag abgelehnt wird. Und trotzdem gebieten es die christlichen Werte des Abendlandes, demjenigen, der in Not an unserer Tür klopft, „ein Glas Wasser und ein Stück Brot“ zu reichen. Wir als Radsportverein machen das auf unsere Art und Weise. Und wer sich darauf einlässt, erweitert den eigenen Horizont und spürt immer wieder Dankbarkeit, die von Herzen kommt.

"RSG-Express" auf Mallorca v. 22. - 29. April 2015 - Bericht der Genuss- und Gourmet-Tour von Elisabeth Richter

Mittwoch, 22. April 2015

Am Mittwoch geht es endlich los! 12 RSG-ler machen sich  mit ihrem Tourenguide Willi Spieker, der die gesamte Radsportreise organisiert hat,  auf den Weg Richtung Süden.  Nachdem alle ihre Zimmerschlüssel im Hotel Timor, direkt am Ballermann in El Arenal in Empfang genommen und ihr Gepäck in den Zimmern verstaut haben, geht es zunächst zur Rennrad-Verleihstation quintana. Hier nehmen wir  die vorab reservierten Rennräder in Empfang. Alle genießen die anschließende Einrolltour  am  Hotel Hilton Sa Torre sowie am Glashaus bei LLucmajor vorbei. Nach 45 km freuen sich alle auf ein leckeres Abendessen in unserem Hotel, bevor der Besuch der Strandpromenade mit Megapark und Bierkönig am Ballermann ansteht.

  Ein eingespieltes Team: Unser Touren-Guide Wilhelm Spieker und Jonas Deister. 

Abendstimmung an der Strandpromenade in El Arenal.
Abendstimmung an der Strandpromenade in El Arenal.
Mittagspause in Cala Figuera
Mittagspause in Cala Figuera

Donnerstag, 23. April 2015

Nach einem leckeren Frühstück starten wir um 10 Uhr Richtung Ostküste. Über Sa Torre, Santanyi  erreichen wir nach ca. 60 km Cala Figuera, ein kleines Fischerdorf mit einem kleinen wunderschönen Hafen abseits vom Touristentrubel.  Über Felanitx,  Vilafranca de Bonany, Porreres und Llucmajor gehts dann zurück nach Palma. Am Ende unserer Tour stehen 132 km und 780 hm auf unserem Tacho.

Einkehr bei 'paco y juan': ein Muss für jeden Rennradfahrer in El Arenal!
Einkehr bei 'paco y juan': ein Muss für jeden Rennradfahrer in El Arenal!

Jetzt haben wir uns ein kühles Radler verdient. Willi macht uns mit paco y juan bekannt, zwei Brüder, die uns herzlich in ihrem kleinen gleichnamigen Restaurant bewirten.  Ein medicamento darf natürlich nicht fehlen. Jetzt wird's Zeit, sich auf's Abendessen vorzubereiten.

Vor der Ferienwohnung von Familie Monika und Heinz Witte.
Vor der Ferienwohnung von Familie Monika und Heinz Witte.

Freitag, 24. April 2015
Nach einem leckeren Frühstück geht's wieder pünktlich um 10 Uhr los. Heute soll es  bis an die Südostküste nach Cala D'Or mit seinen typisch weißen Häusern  gehen. Hier haben die Eltern von  unserem "Mitstreiter" Thomas eine Eigentumswohnung in einer Ferienanlage.  Wir erleben eine regelrechte Fahrradprozession von Palma Richtung Ostküste. Über Llucmajor, Porreres und Felanitx erreichen wir um 13 Uhr nach ca. 70 km ohne Pause Cala D'Or.  Mit seinem wunderschönen Yachthafen und den typisch weißen Häusern wird die heutige Tour zu einer Panoramafahrt.  Wir sind von der Gastfreundschaft von Heinz und Monika Witte überwältigt, müssen aber doch nach zwei Stunden die Heimfahrt über Santanyi und Llucmajor antreten. Nach 140 km und 1050 hm freuen sich alle auf eine warme Mahlzeit im Hotel.

Die Ferienanlage der Familie Witte aus Hoetmar.
Die Ferienanlage der Familie Witte aus Hoetmar.

 

Das Kloster 'Santuari de Nostra Senyora de Cura' liegt auf der Spitze des 'Puig de Randa' in Höhe von 542 Metern.
Das Kloster 'Santuari de Nostra Senyora de Cura' liegt auf der Spitze des 'Puig de Randa' in Höhe von 542 Metern.

Samstag,  25. April 2015
Pünktlich um 10 starten wir über Hilton Richtung Randa - ein MUSS für jeden Rennradfahrer auf Mallorca. Oben erwartet uns ein wunderbarer Rundblick auf Palma. Ein knackiger Anstieg über 5 Kilometern bis zur Klosteranlage auf dem Puig de Randa. Oben genießen wir einen leckeren Café americano oder eine erfrischende Cola. Anschließend geht es mit einer tollen Abfahrt über 7 km nach Petra. Hier genießen wir noch einmal die herrliche Dorfkulisse auf dem Marktplatz, bevor es über Porreres und Llucmajor wieder nach Palma geht! Ein schöner Tag mit 106 km und 1060 hm.

Petra, wir kommen!
Petra, wir kommen!

Sonntag, 26. April 2015
Das heutige Ziel unserer Gourmet- und Genuss-Fahrt ist die Bodega Santa Catarina, die sich in Andratx befindet und im Tramuntana Gebirge eingebettet ist. Das Weingut beschäftigt sich seit 1985 mit dem Wein-Anbau. Auf den grossen Wein-Feldern werden französische Edelwein-Trauben angebaut. Wie passen Weinprobe und Rennradfahren zusammen? Das haben sich wohl die meisten von uns gefragt.

... falls die Wasservorräte knapp werden sollten.
... falls die Wasservorräte knapp werden sollten.

Aber es hat funktioniert. Nach zwei saftigen Anstiegen über 6 und 2 km erreichen wir die Bodega und sind beeindruckt vom Ambiente. Familie Witte genießt bereits den leckeren Wein. Nach einer Weinprobe gibt es anschließend Oliven, Baguette und Käse sowie leckeren Rose-Wein. Eigentlich wären alle gerne noch geblieben. Nach einer schnellen Abfahrt und permanentem Auf und Ab erreichen wir bald Santa Ponca, wo wir bei Daniela Katzenberger eine kurze Pause einlegen. Weiter geht's Richtung Palma. Während der rush-hour schlängeln wir uns durch Palma und kommen schließlich nach 100 km und 1175 hm am Hotel an.

... Begegnung am Rande
... Begegnung am Rande

Montag, 27. April 2015
'Erholung auf dem Rennrad' lautete das heutige Motto der RSGler auf Mallorca. Fernab vom Massentourismus geht es bis Sa Rapita, einem kleinen Fischerort an der Südküste. Trotz Genusstour zeigte der Tacho am Ende der Tour 105 km und knapp 500 hm an.

... und immer wieder mit Mauern und Blumen eingefasste Straßen. Einfach traumhaft!
... und immer wieder mit Mauern und Blumen eingefasste Straßen. Einfach traumhaft!
... am Coll d'Honor angekommen.
... am Coll d'Honor angekommen.

Dienstag 28. April
Heute geht's in die Serra de Tramuntana, ein Gebirgszug entlang der Westküste Mallorcas hinauf zum Coll d'Honor. Dieses Ziel haben offensichtlich nicht nur die RSG-ler im Visier. Immer wieder trifft man auf große Rennradgruppen. Mit seinen durchschnittlichen 6 % lässt sich der Anstieg über eine Länge von 6 km gut treten.

Orient: Das wohl schönste Dorf auf Mallorca!
Orient: Das wohl schönste Dorf auf Mallorca!

Weiter geht's Richtung Orient. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Dieses schöne, gepflegte Dorf mit nur 30 Einwohnern zählt wohl zu den schönsten Dörfern der Insel. Es verdankt seinen Reichtum der landwirtschaftlichen Vergangenheit. Mandelplantagen, Oliven, viele Schafe, Apfelplantagen und eingebaute Terrassen bestimmen hier die Landschaft. Auch die schnelle Rückfahrt über Inca durch die wunderschöne mallorquinische Landschaft können wir noch einmal richtig genießen. Wieder eine tolle Tagestour über 105 km und 1020 hm.

Immer ein Besuch wert: der Wochenmarkt in Sineu! Hier gibt's den leckersten Schinken von Mallorca!
Immer ein Besuch wert: der Wochenmarkt in Sineu! Hier gibt's den leckersten Schinken von Mallorca!

Mittwoch, 29. April 2015
Ein rennradfreier Tag  ist nicht gewünscht! Noch einmal genießen wir die sonnige und hügelige Land-schaft um Palma. Die Abschlusstour geht bis zum 40 km entfernten Wochenmarkt nach Sineu.

... irgendwo muss das Proviant ja verstaut werden.
... irgendwo muss das Proviant ja verstaut werden.

Mit den leckersten Köstlichkeiten aus der Region decken wir uns für ein leckeres Picknick ein. Ein schönes Fleckchen unweit von Sineu ist schnell gefunden. Schnell ist alles verputzt und mit einer rasanten Rückfahrt kommen wir bald in El Arenal an. Und alle sind sich einig: Malle, wir kommen wieder!!

... der kulinarische Abschluss. Einfach köstlich!
... der kulinarische Abschluss. Einfach köstlich!

Thomas Sternberg genießt das Bundesradsporttreffen (BRT) am 28. Juli 2014 in Werne mit dem MTB auf dem Rennradkurs

Ralf holte mich pünktlich um 7.30 Uhr ab, sammelten dann Sebastian und Ulli ein. So ging es zu viert nach Werne.
Schöner Veranstaltungsplatz in Werne, schnelle Anmeldung und los ging es in einem Riesenpulk Richtung Dortmund Phönixsee. In den Vorstädten von Dortmund hielt der bauliche Verfall Einzug, während am Phönixsse die Prunksucht herrschte, Gegensätze hoch zehn.
Die Streckenführung hier war leider sehr unübersichtlich; fette Kreuzungen waren oft nur mit zwei Schildern versehen; gut, dass ich die Strecke auf meinem Navi hatte: Das Teil hat mir super geholfen.


Bei der ersten Kontrolle kamen wir mit gefühlten 100 anderen Fahrern an, Chaos. Nach einer schlechten Streckenteilung ging es dann in ländlichere Bereiche, den Ruhrtalradweg entlang. Hier gab eine Gruppe aus Hannover das Tempo vor. Ich hatte den Eindruck, dass es bei vielen Rennradfahrern nicht gerne gesehen wird, wenn sich MTBler hinten dran hängen, obwohl ich mit einem gutem Tempo vorgefahren bin. Aber keiner hat was gesagt, grinssss.....
Wir vier sind die ganze Strecke zusammen geblieben, Uli fragte mich: " Kann man besser einen Urlaubstag verbringen...?" Nee, geht nicht....!
Im Ziel haben wir dann noch gemütlich zusammen gesessen, bevor uns am Parkplatz eine böse Überraschung erwartete: Sebastian und Ralf haben Knöllchen bekommen!

Für mich war das ein toller Tag, viele schöne Eindrücke trotz einiger frustrierter Rennradler auf dem Rundkurs ...
Herzliche Grüße
Thomas

Elisabeth Richter mit dem "RSG-Express" unterwegs nach Lechbruck/Allgäu vom 1. - 8. Juni 2014

Auf musikalischer Ebene bestehen schon seit längerem gute Kontakte zwischen Freckenhorst und Lechbruck im Allgäu. Lothar Fabisch, Aktivposten des berittenen Fanfarenzugs und begeisterter Rennradsportler, beschäftigte sich schon seit langem mit dem Gedanken, einmal mit dem Rad und natürlich mit der RSG von Freckenhorst bis ins Allgäu zu fahren. 

Die Idee hatte Lothar Fabisch
Die Idee hatte Lothar Fabisch

Eine tolle Idee, die wir natürlich in die Tat umsetzen wollten. Schnell waren in unserem Verein Interessierte gewonnen, die Lust hatten, mitzufahren. Markus Althaus konnte uns schon frühzeitig von der Firma LMC ein Wohnmobil für Reisegepäck, Verpflegung und "besondere Ausfälle" reservieren. Werner Flüchter und Jens Hellmann erklärten sich schnell bereit, das Fahrzeug zu steuern. Ein tolles Team, das uns während der gesamten Fahrt vorzüglich mit Obst, Müsliriegeln und kühlen Getränken sowie zahlreichen "Schleppdiensten" versorgte. Besonderen Einsatz im Vorfeld zeigte auch Martin Richter mit der Ausarbeitung der Reiseroute.  

Unser Verpflegungsteam: Werner und Jens
Unser Verpflegungsteam: Werner und Jens

Sonntag, 1. Juni - Freckenhorst - Waldeck

Alle 13 Teilnehmer treffen sich heute mit ihren Rennrädern sowie unser Verpflegungsteam Werner und Jens samt Wohnmobil bei schönstem Wetter um 10 Uhr am Aldi-Parkplatz. Mit uns haben sich auch zahlreiche Radsportfeunde aus den Reihen der Mountainbiker, Rennrad- und Trekkingfahrer eingefunden. Eine tolle Atmosphäre! Die Reisetaschen sowie die Verpflegung wurden schon am Vortag verladen, sodass wir heute ohne große Zeitverzögerung starten können. Nach dem Reisesegen durch Dechant Manfred Krampe geht es wenige Minuten später los. Unserem Aufruf, uns am ersten Tag ein Stück zu begleiten, sind zahlreiche aktive Rennradfahrer gefolgt. Mit stetig zügigem aber gleichmäßigem Tempo genießen alle in Topform und bester Stimmung die rasante Fahrt. Für die knackigen Anstiege werden wir mit atemberaubenden Abfahrten belohnt. Nach 155 Kilometern, 1.000 Höhenmetern und fürsorglicher Verpflegung durch unsere beiden Wohnmobilfahrer Jens und Werner erreichen wir über eine wunderschöne Bahntrasse und einem abschließenden heftigen Anstieg unsere Unterkunft direkt am Edersee. Hier werden wir vom Team der Jugendherberge Waldeck trotz Verspätung herzlich empfangen. Das Abendessen schmeckt einfach göttlich. Wir futtern wie die Scheunendrescher. Die 1. Etappe ist geschafft! Mit einem tollen Blick auf den Edersee, kühlen Getränken und schweren Beinen genießen alle die gemeinsamen Abendstunden auf der Terrasse.

Genuss pur:  die Fährfahrt auf dem Edersee
Genuss pur: die Fährfahrt auf dem Edersee

Montag, 2. Juni - Waldeck - Büdingen

Das Wetter meint es wieder gut mit uns! Nach einem ausgiebigen Frühstück ist das Reisegepäck im Nu auf dem Hänger verstaut und wir schwingen uns auf die Rennräder. Bei herrlichstem Sonnenschein erreichen wir in Kürze die Anlegestelle der Fähre. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden langen Fahrtroute wollen wir so einige Kilometer rund um den Edersee abzukürzen. Ruckzuck sind wir am anderen Ufer und schon geht es wieder auf die Räder. Nach  einigen Kilometern am Edersee entlang sorgt ein langer unasphaltierter Waldweg für Mountainbike-Feeling! Danach geht es zum Teil über Bundesstraßen durch's Edertal Richtung Marburg weiter durch‘s Lahn- und Niddatal Nach 175 Kilometern und nur 400 Höhenmetern haben wir Büdingen erreicht! Hier erwartet uns im ‚Gasthof Bleffe‘ ein gemütliches Quartier inmitten der wunderschönen Altstadt. Alle sind gut drauf! Wir genießen den gemeinsamen Abend in einer kleinen Pizzeria: kaum zu glauben, dass wir hier alle einen Platz finden. Die Luft ist stickig; das Essen einfach phantastisch! Wir lassen den gemeinsamen Abend im Biergarten einer gemütlichen Kneipe bei leckerem Schwarzbier gemütlich ausklingen.

Ausblick von der Burgruine Wertheim
Ausblick von der Burgruine Wertheim

Dienstag, 3. Juni - Büdingen - Wertheim

Gut gestärkt geht es um 9 Uhr los. Auch im Maintal ist unser RSG-Express Richtung Wertheim nicht zu bremsen! Der wunderschöne Mainradweg, der uns teilweise über Schotter- und Asphaltwege führt, die super Stimmung und natürlich die außerordentlich gute Betreuung unseres Verpflegungsteams machen die Tour wieder zu einem echten Highlight! Alle nehmen Rücksicht. Hin und wieder hört man ein lautes "Kürzer!". Ein Blick zurück. Schnell wird das Tempo zurückgefahren. 'Gemeinsam Ankommen' lautet das Motto während unserer gesamten Tour. Am Hotel ‚Am Malerwinkel‘ stehen auch dank Werner und Jens schon wieder alle Koffer bereit! Nachdem die Zimmer bezogen sind, geht es auch schon zu Fuß zur nahegelegenen Burgruine, die einen eindrucksvollen Ausblick auf die Stadt und in’s Maintal bietet. Auch hier lassen wir es uns nach 110 Kilometern im Sattel und nur 150 Höhenmetern einfach nur gut gehen.

Mit dem RSG-Express durch's Taubertal
Mit dem RSG-Express durch's Taubertal

Mittwoch, 4. Juni - Wertheim - Dinkelsbühl

Auch heute sitzen wir wieder pünktlich um 9 Uhr im Sattel. Das Wetter ist wieder genial! Heute erwartet uns über gut ausgebaute Radwege eine grandiose Tour durch's liebliche Taubertal entlang der romantischen Straße von Wertheim über Tauberbischofsheim, Bad Mergentheim bis nach Creglingen. Weinberge, Höhenzüge, Burgen und Schlösser bieten immer wieder spannende Eindrücke. Teilweise führt die Radroute unmittelbar am Flusslauf entlang, sanft ansteigend. Trotz dunkler Wolken am Himmel nehmen wir uns heute Zeit für eine leckere Kaffeepause in Creglingen bevor es weiter Richtung Rothenburg geht. Das Höhenprofil ist wellig mit einigen kurzen Steigungen. Leider können wir die ganze Schönheit der mittelalterlichen Stadt mit dem Blick auf die alte Stadtmauer nur erahnen, da uns die notwendige Zeit für eine Stadtbesichtigung fehlt und der Himmel nichts Gutes verheißt. Nachdem es der Wettergott bislang immer gut mit uns gemeint hat, fallen schon bald die ersten Regentropfen, schadet aber der guten Stimmung nicht. Nach 120 Kilometern und 300 Höhenmetern erreichen wir nun endlich Dinkelsbühl, das im idyllischen Wörnitztal liegt. Unsere heutige Unterkunft ‚Goldener Hirsch‘ liegt direkt im Altstadtzentrum, eingerahmt von farbenprächtigen Bürgerhäusern. Einfach herrlich! Hier gefällt es uns so gut, dass wir uns vom Koch des Hauses verwöhnen lassen.

Sind wir hier richtig?
Sind wir hier richtig?

Donnerstag, 5. Juni - Dinkelsbühl - Augsburg

Nach der gestrigen Königsetappe geht es heute entlang der romantischen Straße und dem Fluss Wörnitz flussabwärts Richtung Donauwörth. Im Herzen der Stadt genießen wir alle ein richtig leckeres Eis vom Italiener. Die gute Adresse haben natürlich Werner und Jens ausfindig gemacht! Gut gestärkt begeben wir uns auf die restlichen Kilometer, die sich über anstrengende Schotterwege ordentlich in die Länge ziehen. Aus den angekündigten 105 Kilometern werden dann doch noch 125 Kilometer, ehe wir die Jugendherberge in Augsburg erreichen. Nach einem leckeren Abendessen machen wir uns auf die Suche nach einer gemütlichen Kneipe. Das Bier schmeckt. Wieder einmal ist die Stimmung phantastisch!

... Erster oder Letzter?
... Erster oder Letzter?

Freitag, 6. Juni - Augsburg - Peiting

Auch heute geht es noch einmal über 75 Kilometer und 400 Höhenmeter entlang der romantischen Straße durch das wunderschöne Lechtal. Es dauert nicht lange, da bietet uns das hügelige Alpenvorland grandiose Ausblicke auf die felsige Alpenkulisse des Ostallgäus! Welch‘ eine Augenweide! Liebliche Landschaften und Kuhglockengeläut, satte Wiesen und Almenromantik, barocke Kirchlein, tiefblaue Seen und eine schneebedeckte Alpenskyline machen die heutige Tour wieder einmal zu einer unvergesslichen Panoramafahrt. Kurz vor dem Ziel macht der RSG-Express Zwischenstation in Peiting!  Im "Alpenhotel Pfaffenwinkel" werden wir freundlich empfangen. Heute ist genügend Zeit, das kleine Dorf zu erkunden, ein Bad im nahegelegenen Freibad zu nehmen oder einfach nur ein kühles Bier zu genießen. Alle sind deutlich entspannter, ganz nach dem Motto „20 Kilometer können uns morgen nichts mehr anhaben“. Unser Wirt Josef ‚Jägermeister‘ (Peppi) aus der Slowakei versorgt uns vorbildlich. Eine tolle Atmosphäre  im urig bayrischen Biergarten ‚Zum Keppeler‘.

Samstag, 7 Juni - Peiting - Lechbruck 

Letzte Etappe! Auf geht's nach Lechbruck!
Letzte Etappe! Auf geht's nach Lechbruck!
Ludger gibt das Startsignal!
Ludger gibt das Startsignal!

Schon morgens um halb acht gibt es ein leckeres Frühstück mit entspannter Meditationsmusik. Bis zum Ziel sind es nur noch 20 Kilometer. Die Truppe hat sich richtig fein herausgeputzt. Jeder erscheint im schwarz-weiß-gelben RSG-Trikot und schnell werden noch die Putzlappen geschwungen, bis es endlich auf die letzte Etappe geht. Ludger bläßt zum Start in sein Lenkerrohr. Heuduft und zufriedene Kühe bei schönstem Wetter können wir noch einmal auf unseren letzten Kilometern genießen. Das Fotografenherz kann hier regelrechte Purzelbäume schlagen. 

Die Spannung steigt! Nur noch 800 Meter bis zum Ziel!
Die Spannung steigt! Nur noch 800 Meter bis zum Ziel!
Gruppenfoto vor traumhafter Kulisse kurz vorm Ziel!
Gruppenfoto vor traumhafter Kulisse kurz vorm Ziel!
Angekommen!
Angekommen!

Nachdem wir vor traumhafter Kulisse am Lechsee noch kurz ein Gruppenfoto "schießen", erreichen wir auch schon wenige Minuten später unser Ziel. Am Gemeindehaus werden wir vom 2. Bürgermeister des Feriendorfes, Erwin Maas und einigen Freckenhorster Familien, die mit dem Auto angereist sind, herzlich begrüßt. 

Noch einmal genießen wir gemeinsam eine wunderschöne Floßfahrt auf dem Lech, bevor der Tag mit leckerem Essen bei zünftig bayrischer Life-Musik ausklingt.

 

Herzlichen Dank an alle, die dabei waren! Es war einfach schön mit Euch!!

 

'Tour'-Teammitglied Kathrin Teipen berichtet über unsere geführte Freckyo-Permanente am 6. April 2014

Am Sonntagmorgen hieß es „Auf die Leezen, fertig, los“. Die RSG Warendorf-Freckenhorst hatte eingeladen zur geführten „Freckyo-Permanente“. Mit rund 40 weiteren Rennradfahrern der umliegenden Vereine war ich um 10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein bereit für den Startschuss.
Verteilt auf zwei Gruppen ging es auf die Strecke, die – typisch Münsterland – eher weniger Höhenmeter aufweist. Dafür führten die 73 Kilometer über landschaftlich sehr schöne Wege, abseits vielbefahrener Straßen durch den nördlichen Kreis Warendorf und Münster. Nach der Hälfte der Strecke wurde uns eine Verpflegung angeboten. Bei der Auswahl von Broten, Bananen und Kuchen sollte für jeden Geschmack etwas dabei gewesen sein.
Dass die RSG am 22.06. ihre nächste RTF veranstaltet, wurde ebenfalls verkündet. Sicherlich stehen dabei genauso lohnenswerte Strecken zur Auswahl. Während der Tour am Sonntag zog mein BULLS Alpine Hawk mit den Scheibenbremsen und der elektronischen Schaltung immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich. Dass ich mit dem Material rundum zufrieden bin, konnte ich meinen Mitfahrern besten Gewissens berichten.
Kathi
 
Mehr Infos gibt es hier

 

RSG-Mitglied Detlev Mett auf Gran Canaria unterwegs

Bereits zum 6. Mal tauschte ich zum Radfahren die Münsterländer Parklandschaft gegen Maspalomas im Süden der Vulkaninsel Gran Canaria ein. Dort laden schon im Januar Temperaturen von über 20 Grad, gut asphaltierte Straßen und Serpentinen, die Lust aufs Bergfahren machen, zum Rennrad- und Mountainbiketraining ein.
Meine täglichen Touren mit dem gemieteten Mountainbike oder dem Rennrad führten mich unter anderem ins 30 Kilometer entfernt liegende Ayagaures. Die Anfahrt führt über steile Bergstraßen mit bis zu 12 % steilen Rampen.
Das sportliche Highlight meines diesjährigen Aufenthalts war für mich eine Tour nach Soria. Die Fahrt über 66 km führte mich über einen 9 Kilometer langen Anstieg mit bis zu 14 % steilen Rampen bis auf eine Höhe von 640m.
Begegnungen mit vielen anderen Radsportlern, die ebenfalls die Rampen und Pässe zum Training nutzen, runden den Aufenthalt ab. Auch Leo Bröker, Streckenchef des Sparkassen-Münsterland-Giro, genoss in diesem Jahr die wärmende Sonne, wie er mir bei einem Treffen bestätigte.
Von den welligen Küstenstraßen bis hin zu den höchsten Gipfeln auf bis zu 1949m Höhe macht mir Gran Canaria jedes Mal viel Spaß und ich geniesse die 2 Wochen Sonnenradfahren im Januar immer wieder.

Herzliche Grüße

Detlev Mett

Peitschende Brise bei der CTF in Soest am 9. Februar 2014 - Thomas Sternberg kämpft sich durch

Das war doch eine tolle Sache!
Schon zu Anfang sorgte Chaos-Raimund für Stimmung in der Truppe. Obwohl ich unsere Stimmung immer gut finde. Gleich zu Anfang der Runde ein Anstieg in den Gegenwind, das hat ganz schön gepustet!
Aber nach der ersten Kontrolle ging es ja in den Wald, schön aufwärts, breiter Waldweg, herrlich zu fahren! Hier muss jeder sein eigenes Tempo wählen, aber die Zeitunterschiede sind gering, ob einer 15 Minuten länger braucht - egal! … Hauptsache man schafft die Runde!
In der Abfahrt kam dann Kamikaze-Raimund: Wie Captain Chaos stürzt er die Abfahrten runter, fährt alles in Grund und Boden. Liegt es am Gewicht oder eher am großen Gottvertrauen?
Schön war noch die hügelige Strecke nach der zweiten Kontrolle, dann über den Möhnesee und wieder in den Sturm - zurück zum Ziel.
Besonders klasse war wieder das Zusammensein unserer RSG-Teinehmer im Ziel, für mich immer ein besonderes Highlight bei den CTFs. Was haben wir einen Spaß zusammen! Ich freue mich schon auf die nächste Tour mit Euch!
Herzliche Grüße

Thomas Sternberg

Bundesradsporttreffen in Cottbus v. 28. Juli - 3. August 2013 - Sebastian Scheele genießt das tolle Highlight

Da ich mit Familie, wie jedes Jahr, wieder im Sommer die alte Heimat besuchte, passte der Termin genau in meine 2. Urlaubswoche. Angekommen empfing uns schönstes Sommerwetter, 60. Geburtstag von Schwiegervater gefeiert, dann die Besuche von Verwandten und Freunden und die 1. Woche war wieder einmal viel zu schnell vorbei. 

Meine 1.Tour ging quer durch den Tagebau der Region. In Cottbus angekommen erhielt ich meine "Tüte" (hatte im Internet alles gebucht). In der Tüte war alles drin: Armband für den jeweiligen Tag und einen Flyer mit der Tourbeschreibung - alles perfekt!

Der Start war um 9:00 auf der Radrennbahn, die ich schon als Junior (vor über 20 Jahren) mit Medaillen verlassen konnte ... Komisches Gefühl, nach sooooo langer Zeit wieder auf dieser Bahn zu sein. Es ging dann raus aus Cottbus und Kreuzungen etc. wurden für uns frei gemacht (durch die Polizei) und so waren wir zügig aus der Stadt raus und auf der Piste.
Sagenhaftes Wetter, traumhafte Landschaft und unheimlich nette Radfreunde .... quer durch den Braunkohle-Tagebau, gigantische Maschinen, endlose Abbaugebiete ... grandiose Aussicht. An den Kontrollpunkten kam jeder auf seine Kosten!!! Es gab reichlich zu essen und zu trinken, Rasensprenger wurden extra aufgebaut und für Radler mit Pannen war an jeder Kontrolle immer ein Mechaniker. Manchmal war die Stimmung so gut, dass wir 30 Minuten Pause gemacht haben.

Ich werde nicht alle Touren einzeln auflisten und beschreiben. 

Sebastian auf der Rennradbahn in Cottbus
Sebastian auf der Rennradbahn in Cottbus

Zusammenfassend: Landschaftlich extrem "geil"!! Habe oft angehalten und Fotos gemacht, was man bei einer RTF nicht macht. Sehr gut vorbereitet haben sich die Cottbuser: die Innenstadt wurde für uns Radler frei gemacht für die Ausfahrt, an extrem heißen Tagen wurde ein zusätzlicher Kontrollpunkt eingerichtet und man hatte das Gefühl, dass immer jemand da ist und aufpasst (Einzelne PKW am Straßenrand für evtl. Probleme, viele Fotos und Videos wurden gemacht, man war nie allein).

Am 4.Tag hatte ich eine echt geile Truppe gefunden: ca. 40/50 Radler, Tempo bis K1 war 36 im Schnitt, leider kam diese große Truppe nach dem
Kontrollpunkt nicht mehr zusammen (ca. 200 Leute auf dem Platz), bin dann bei 37 Grad in einer 10er Gruppe weitergeradelt.

Die nächsten Tage war ich immer auf der Suche nach den "Radlern von gestern", aber nix zu machen: bei 500 - 800 Leuten... egal, andere nette "Leidensgenossen" wurden gefunden und die Landschaft, Zeit & Hitze wurden besiegt :-))

Also die Touren, die ich gefahren bin, sind ein Highlight!!! Die passenden Leute dazu sind ein Event!!! und das 1 Woche lang, ist ein Fest!! Ich hatte alles: Muskelkater, Sonnenbrand, Reifenpanne, Schwäche ... egal! Es hat einfach nur Spaß gemacht.

Extrem viele aus NRW waren hier, habe auch selbst neue Bekanntschaften gemacht: Die Truppe aus Rendsburg, Bielefeld, Hagen, Adler Berlin, der Micha aus Sanitz (da war ich 4 Jahre bei der Luftwaffe) und der Uwe aus Osnabrück, die Mandy aus Bochum und und und …

Ich hoffe, wir sehen uns alle 2014 wieder!

Danke Cottbus!!!! 

RSG-Express v. 31. Mai - 2. Juni 2013 - Wie es einigen RSG-Mountainbikern im Gelände rund um Winterberg ergangen ist, berichtet Thomas Sternberg

Gleich nach der Ankunft machten Raimund und ich eine Erkundungstour zum Kahlen Asten, Aussichtsturm und nach Winterberg. Die Sonne regnete vom Himmel, auf dem Kahlen Asten kam man sich vor wie im Spätherbst, nass und kalt. Aber die Abfahrt nach Winterberg entschädigte für alles, eine Rinne richtig zum berabsurfen,  da ist das Wetter egal. Vollgesaut erkundeten wir die Vergnügungsmeile von Winterberg, dann ging es am Bikepark vorbei, der schon von unten beeindruckend aussieht, zurück zur Jugendherberge.
Am Samstag dann eine große Runde, 56 km und ca. 1500 Höhenmeter. Es war eine richtige Nebelfahrt, auf die sich drei ältere Herrschaften und zwei Jungspunde (die übrigens  über eine hervorragende Fahrtechnik verfügten!) machten: Die ganze Runde nass von unten, dicker Nebel, und die einzige Aussicht war der Dreck, der von vorne auf das Gesicht spritzte. Tannenzweige, die auf einer Abfahrt ins Gesicht peitschten, Wasser, das von den Bäumen lief und eine verwirrende Anzahl von Wegen waren weitere Merkmale der Runde, aber MTBler sind hart im Nehmen und die gute Laune ließ sich durch nichts vertreiben, Abends in der traumhaften Grillhütte und dem richtig leckeren Essen vom Grill wurde so manche Anekdote wieder aufgefrischt, herrlich!
Am Sonntag dann eine richtige Sonnenscheinrunde und wir konnten endlich auch mal sehen, wie schön das Sauerland ist. Ralf Grawe war aus Warendorf gekommen und so machten sich vier ältere Herren auf zu einem kurzen Trip durch das Erbe eines Holz-Vollernters, der einen Abschnitt eines Weges komplett unter den Überresten einer Baumrodung begraben hatte, wir durch gefällte Bäume und nach einem Sonnenbad auf einer Kuhwiese, Mittagspause  und endlich, am Ende des Wochenendes, einen schön moderaten, gemütlichen Waldweg rauf zur Jugendherberge.
Was für ein fantastisches Wochenende!

Matsch beherrscht die CTF in Dortmund-Aplerbeck vom "Team Drecksau" am 26. Mai 2013 - Udo Bahl fasst seine Eindrücke der CTF zusammen

Schade, dass Ihr nicht in Dortmund wart!
Da die Jungs heute keine Lust hatten, bin ich alleine zum Start gefahren.
Die ersten Meter waren noch super Asphalt, aber dann! Allerbester Matsch bergauf wie bergab! Nach kurzer Zeit war das Rad und die Beine schön beschmiert. Irgendwo bei km 8 lag ein Stück Holz unter der flüssigen Erde und führte zum Sturz in derselben Pfütze. Dabei hat sich natürlich eine Hälfte des Sattelgestelles verbogen. Das Wetter und der Matsch zerrten an den Nerven aber irgendwann kam die erste Kontrolle: ein bisschen Stärkung, warmer Tee und direkt zum Ziel war der Plan.
Die erste Steigung nach der Kontrolle ließ mir genug Zeit, meinen Plan zu überdenken, 27 Kilometer sind doch nichts, womit man am Ende zufrieden sein kann, man hat ja für den Spaß bezahlt.
Also umgedreht, an der Kontrolle vorbei und die 47 Kilometer in Angriff genommen. Bis zur zweiten Kontrolle zeigte sich das Wetter beständig und der Matsch zeigte sein wahres Gesicht. Er ist nicht nur rutschig, er zieht einem auch die Kraft aus den Beinen, nach und nach wurde der Vorrat an Bananen und Müsliriegeln verwertet.
Bei Kontrolle 2 fing der Regen an, die Moral zu drücken und die Abfahrten wurden frostig, aber die letzten 20 Kilometer mussten nun zu Ende gefahren werden. Zwei Leidensgenossen gesellten sich auf den letzten Kilometer dazu. Balsam für die Seele, gemeinsam über das Wetter zu meckern ;-)
Als das Ziel in Reichweite war, wurden die letzten Kräfte mobilisiert, um möglichst schnell etwas Gegrilltes zu bekommen. So ein Nackensteak im Brötchen ist doch etwas feines!
So im Nachhinein war es ein super Spaß!

“Ronda extrema” - 66km - 1.606 Höhenmeter - Thomas Sternberg fasst seine Eindrücke der 17. Ruhrpott-Mounty-Tour-CTF in Essen-Steele am 28. April 2013 zusammen

Nada flach, wenig zum rollen, steil rauf, steil und technisch runter. Mountainbiking pur! Am Anfang steht der Zweifel, der sich im Ziel eigentlich erst wieder in Luft auflöst. Packst du das wirklich?

Und es ist zu schaffen, aber nur, wenn man sich permanent auf sich selbst und das Gelände konzentriert, die Anstiege immer langsamer angeht als man eigentlich könnte, einfach absteigen, wenn es zu schwierig wird, immer locker bleiben. Es war der Hammer: Du bist gerade mit Mühe eine technische Abfahrt runter, denkst: du bist ein Held, dann siehst du die Vorausfahrer so irgendwo im dritten Stock einen 20%-Anstieg raufkurbeln - und hast Jungspunde, die dich jederzeit und überall überholen. Wahnsinn!!

Dann die Verpflegungsstelle: Ich war zu dem Zeitpunkt der einzige Tourifahrer; es waren nur jüngere um mich herum und es herrschte keine entspannte Atmosphäre: jeder war nur darauf bedacht, seinen Speicher aufzufüllen.

Und viele Frauen. Ein Indiz dafür, das Mountainbike-Fahren einfach einen selber fordert, egal ob Mann oder Frau; das Gelände ist die Herausforderung, dieses fragt nicht, ob Männlein oder Weiblein; es bezwingt.

Ich kann mich nur herzlich bei der RSG für die Möglichkeit der Teilnahme an dieser CTF bedanken. Es war einfach grandios, auch dann das gemütliche Zusammensitzen am “Strand” des Baldeneysees.

Vom CTF-Fieber gepackt! Bericht der CTF-Dortmund-Aplerbeck am 24. Februar 2013 von Lisa Richter

Samstagnachmittag, 16 Uhr. Bislang sieht es so aus, dass sich die morgige Sonntagsrunde auf die wunderschönen Wald- und Wiesenwege rund um Warendorf beschränken wird. Das Telefon klingelt. Raimund und Thomas wollen wissen, ob wir uns morgen nicht doch auf die Strecke der CTF in Dortmund-Aplerbeck begeben sollten. Auch Ulli meldet sich kurze Zeit später. Er hat morgen viel Zeit und wäre auf alle Fälle in Dortmund dabei! Kurz entschlossen informiere ich alle unsere aktiven Mountainbiker per e-Mail. Es dauert nicht lange, da meldet sich Jonas, der meine mail bereits gelesen hat und Lust verspürt, morgen mitzufahren! Super, damit wären wir morgen schon zu fünft!

 

Sonntagmorgen, viertel nach sieben. Die 1. SMS. Jonas will wissen, ob wir tatsächlich fahren wollen. Der erste schlaftrunkene Blick aus dem Fenster verrät, dass die Wettertante am Samstag richtig lag. Eine geschlossene Schneedecke! Hier fehlt mir auf dem Mountainbike jegliche Erfahrung. Regen, Hitze und Kälte habe ich bislang kennengelernt aber Schnee …

 

Dennoch raffen wir uns auf. Die Räder und alle notwendigen Sachen hatten wir schon am Samstagabend gepackt. Da gibt’s nun kein Zurück. Mitgehangen – mitgefangen! Nachdem wir Raimund und Ulli eingesammelt haben, treffen wir kurze Zeit später auch Jonas an. Gemeinsam geht es nun Richtung Ruhrgebiet.

 

Wir schaffen es nicht ganz pünktlich zum Startschuss. Die Parkplätze sind schon alle besetzt. Kaum zu glauben, dass sich bei diesem Wetter doch noch so viele auf den Weg gemacht haben. Schließlich finden wir noch ein freies Plätzchen am Seitenstreifen. Nachdem unsere Räder startklar sind und wir uns alle mollig eingepackt haben, nehmen wir noch schnell unsere Kontrollkarten und Startnummern in Empfang. Der Startschuss ist bereits gefallen und der größte Pulk hat sich bereits auf die weiße Piste begeben. So startet unsere schwarz-gelbe RSG-Truppe mit Dennis aus Enniger allein. Und immer wieder trifft man auf weitere Teilnehmer, die sich von der weißen Pracht nicht haben abschrecken lassen. Die Stimmung ist klasse. Alle hat das gleiche Fieber gepackt!

 

Die Strecke ist bestens ausgeschildert und die Wege griffig und gut zu befahren. Lediglich der aufwirbelnde Schneematsch auf den Asphaltabschnitten nimmt es mit unseren zum Teil weißen Trikots auf. Schon schnell zeigt sich, wer sich heute am besten im Gelände beweisen kann. Dennis und Uli ziehen das Tempo an. Das kann mich nicht irritieren, denn ich weiß, dass noch einige Meilen vor mir liegen und wer weiß, was da alles noch kommt. Wir bleiben zu viert zusammen und treffen dann zur Freude an der Streckenteilung auf unsere beiden Jungs Dennis und Uli. Die beiden haben tatsächlich auf uns gewartet und versuchen mich für die längere Strecke zu begeistern. Natürlich lasse ich mich überreden. Schließlich fühle ich mich noch topfit und kenne das wahnsinnige Gefühl, ausgepowert mit der gesamten RSG-Mannschaft ins Ziel zu rollen. Außerdem kann ich mich auf Martin verlassen, der immer wieder den Blick nach hinten richtet und mich stets motiviert, dran zu bleiben. Weiter geht es auf gut ausgeschilderten Wegen und griffigem Boden bis zur 1. Kontrolle.  

Die heiße Brühe und die leckeren Stullen schmecken super. Weiter geht’s bis zur nächsten Stempelkontrolle mit spärlicher Haribo-Verpflegung und dem Hinweis: 20 Kilometer sind’s noch bis zum Ziel und stolze 300 Höhenmeter. Das schreckt meine Mitstreiter nicht ab. Ich weiß, dass mich die letzten 15 Kilometer immer ganz schön dahin raffen. Keine Zeit, lange drüber nachzudenken! Wir schwingen uns erneut auf die Räder und erreichen nach einigen Aufstiegen und ordentlichen Abfahrten, die ich mit Respekt angehe und daher nur in Maßen genießen kann, die letzte Kontrolle. Hier sehnt man sich bereits nach dem letzten Mountainbiker. Die nasse Kälte hat auch die fleißigen Helfer ganz schön frieren lassen.

 

Nun geht’s in die Endphase. Die letzten Kilometer beißen. Wie lange noch? Der permanente Schnee hat sich so langsam in Schneeregen verwandelt. Ich sehne mich nach einer leckeren Erbsensuppe und einem bequemen und warmen Ort. Endlich angekommen. Wir freuen uns, Uli begrüßen zu können. „Hast Du schon lange auf uns gewartet?“ „2 Stunden!“ Ich bin frustriert. Und dennoch: Die Erbsensuppe schmeckt! Wir sind schon fast die letzten, die den Abschluss in gemeinsamer und gemütlicher Runde richtig genießen. 360 Starter haben sich schon auf den Weg nach Hause begeben. Für uns geht’s jetzt auch heimwärts. Hoffentlich sorgen die 700 überwundenen Höhenmeter morgen nicht für allzu viel Muskelkater!

August 2012

1. MTB-Ausfahrt am 26.08.2012 - Bericht von Thomas Sternberg

Hallo,
das war einfach herrlich! Ich hätte mich bei dem Wetter alleine niemals aufgerafft zu fahren.

Die erste Überraschung war dann die große Anzahl der Leute, die am Startpunkt standen. Super! Dann die lockere Stimmung: Es war der Wille zu spüren, mit einer Gruppe unbefestigte Wege um Warendorf zu fahren. Jeder, der dabei war, glaube ich, hat so etwas vermisst. Dann im Wald: Fahr'n wir links oder rechts, egal, wir kommen schon irgendwo raus. So muss das. Wege erkunden, seine Fahrtechnik ausprobieren, Spass auf dem Bike, so verstehe ich meine Leidenschaft. >:o

So wie ich aus den Gesprächen herausgehört habe, sind auch keine Leute mit herausragend sportlichen Ambitionen dabei. Ich weiß von anderen Gruppen, dass diese leistungsorientierten Fahrer schnell keine Rücksicht mehr nehmen und ihr eigenes Ding durchziehen wollen. Ich möchte, dass auch diese gesunde Mischung aus älteren und jüngeren bleibt. Wenn wir diese lockere Atmosphäre beibehalten, werden wir bestimmt noch mehr Jugendliche zum Mitfahren finden, wenn die merken, dass da nicht alte Esel unterwegs sind, die es den Jungen zeigen wollen, sich in einen übersteigerten Ehrgeiz verbeißen.
Ich werde nächsten Sonntag mit dem Rad zur Teuto-Tour fahren. Ich werde frühzeitig fahren, denn ich möchte auf jeden Fall zusammen mit unseren Freckenhorst-Warendorfern fahren!
Vielen Dank für die tollen anderthalb Stunden!

Viele Grüße

Thomas Sternberg

August 2012

Rennbericht Alpecin Race Day von Oliver Wohlgemuth

Erstmalig wurden die Alpecin Days mit Jedermannrennen in Bielefeld ausgetragen und ich fuhr seit langem mal wieder ein Radrennen.
Am Renntag klingelte der Wecker bereits kurz vor fünf. Beim Umziehen auf dem Parkplatz stellte ich mir die Frage, was anziehen bei 11 Grad ? Der Weg in die Startaufstellung in den Block A war ohne Probleme möglich, leider eher weiter hinten als vorne. Dann begann das große Frieren bevor es endlich losging.
Das Rennen wurde um 08:05 Uhr gestartet, wobei die 850 Fahrer/innen über die 80 Kilometer und die 540 Fahrer/innen der 120 Kilometer gemeinsam gestartet sind.

Bereits nach wenigen Kilometern, war das Feld in die Länge gezogen. Denn das Renntempo wurde von Anfang an hoch gehalten. Ein nach vorne fahren war auf Grund der überwiegend sehr engen Straßen schwer möglich. Die extrem vielen Kurven erforderten ständiges scharfes Bremsen gefolgt von hartem Beschleunigen nach der Kurve. Mir war schnell klar, dass es nie nach ganz vorn reichen würde. Immer wieder rissen vorn Löcher, und es mussten langsamere Fahrer überholt werden.

Bei der Zielpassage entstand Gänsehautatmosphäre. Der Streckensprecher kommentierte die Vorbeifahrt lautstark, und die zahlreichen Menschen am Straßenrand feuerten uns kräftig an.

Auf der zweiten Runde half zum Einen die Streckenkenntnis, zum Anderen das gut funktionierende Feld. Gefahrenstellen und Kurven wurden rechtzeitig und lautstark angesagt.Immer wieder gab es Situationen, wo man hart um den Anschluss kämpfen musste und schon beinahe geschlagen schien. Die Gruppe flog an der 5 km-Marke vorbei, und durch die Kurven der Randbezirke Bielefelds. Das Feld wurde jetzt wieder und endgültig zur Perlenschnur. Das Tempo war sehr hoch und es ging immer wieder durch enge Kurven. Ich war etwa an zehnter Position. Die beiden letzten Kurven. Nochmal beschleunigen, noch 200m und dann fuhr ich durchs Ziel. Für mich wurde eine Zeit über die 80 Km von 2:05:31 h und damit der 80.Gesamtplatz sowie der 31.Platz in der Klasse Masters 1 verbucht. Mit meiner Leistung bin ich ganz zufrieden, wobei nach oben noch Potential vorhanden ist. Auf jeden Fall hat es Lust auf mehr gemacht.

 

Weil's mehr als nur Spaß macht!

Seit Sommer letzten Jahres fahre ich die RSG-Sonntagsrunde der Rennradabteilung mit und bin seit Januar dieses Jahres Mitglied in der RSG. Zum Glück habe ich kein Motivationsproblem, um mich aufs Rad zu schwingen, weil es mir einfach Spaß macht. Dieses ist also nicht der Grund, der RSG beizutreten.

Vielmehr stand an vorderster Stelle für mich die Gemeinschaft mit den vielen lieben Leuten, die ich in der RSG kennengelernt habe! Und das will ich durch meine Mitgliedschaft fördern, denn ohne Mitglieder kein Verein und ohne Verein keine Angebote und keine Gemeinschaft.

Mit der RSG bin ich rund um den lokalen Radsport informiert, ich kann erfahrene Radler um Rat fragen, das Fahren in der Gruppe ist sportlicher Spaß und – ja – es wird auch auf langsame FahrerInnen gewartet!

Ich finde diese Truppe super, Ihr seid auf dem richtigen Weg und werdet sicherlich noch viele Mitglieder und Freunde finden!

 

Eure Conni