Presseberichte

Die Glocke - 15.03.2016

Sportliche Radtouren Freizeitspaß für die ganze Familie

Bild: Baumjohann
Bild: Baumjohann

Warendorf / Freckenhorst (bjo). 31 Kilometer durch die Emsauen warteten am Sonntagmorgen auf Karin, Hans-Dieter und Henning Schaeper, Tim Witte, Felix Hokamp und so machen anderen Starter bei der Countrytourenfahrt, zu der die Radsportgemeinschaft Warendorf-Freckenhorst eingeladen hatte.„Wir sind öfters mit dem Rad unterwegs“, erzählt Hans-Dieter Schaeper. Seit einiger Zeit ist die Familie auch Mitglied der Radsportgemeinschaft. „Das ist ein schönes Hobby für die Familie.“ Für Familie Schaeper war die Countrytourenfahrt am Sonntag die erste Ausfahrt der noch jungen Radsaison. „Schlechtes Wetter gibt es nicht“, ist Hans-Dieter Schaeper überzeugt.

Ohnehin zeigte sich Petrus für die Radler am Sonntag von der guten Seite: Temperaturen über dem Gefrierpunkt, also keine Gefahr von glatten Straßen, kein Regen und immer wieder sogar Sonne – bei diesen Bedingungen ließen sich die Touren gut angehen. 

Und so ist es auch kein Wunder, dass die Countrytourenfahrt „Durch die Emsauen“ und die zeitgleich stattfindende Radtourenfahrt „Um den Münsterländer Bauerndom“ ausgesprochen gut angenommen wurden. 160 Radler gingen bei der Countrytourenfahrt an den Start und absolvierten eine der 31 oder 51 Kilometer langen Strecken, 589 waren es bei der Radtourenfahrt, bei der Strecken mit 26, 41, 71 und 111 Kilometer Länge zur Auswahl standen. Der Unterschied der beiden Touren: Bei einer Countrytourenfahrt geht es (weitestgehend) über unbefestigte Strecken, die Radtourenfahrt führt hingegen über ausgebaute Straßen. 

Erstmals fand die Anmeldung zu den Touren der Radsportgemeinschaft Warendorf-Freckenhorst am Sonntag übrigens in der Pausenhalle der Warendorfer von-Galen-Schule statt. „Das sind optimale Bedingungen“, freut sich Martin Richter über das großzügige Raumangebot. Neben der Anmeldung hatte auch die Cafeteria ihren Platz in den hellen Räumlichkeiten gefunden. „Die Stadt Warendorf hat uns gut unterstützt“, dankt Richter. 

Schließlich steht ja auch für die Radsportgemeinschaft der frühere Startort, die Freckenhorster Hauptschule, nach dem Abriss des Gebäudes nicht mehr zur Verfügung. 

Westfälische Nachrichten - 09.03.2015

RTF und CTF am 8. März 2015: Rund um den Bauerndom: 1000 Radler auf der Piste

Freckenhorst - Achtung Radfahrer: Die Stiftsstadt war am Sonntag sprichwörtlich das Mekka des Radsports.

Über 1000 Teilnehmer  starteten am Sonntag an der Freckenhorster Hauptschule. Foto: Engbert
Über 1000 Teilnehmer starteten am Sonntag an der Freckenhorster Hauptschule. Foto: Engbert

„Wir rechnen mit 1000 Teilnehmern“, zeigte sich Benedikt Schulte von der Radsportgemeinschaft (RSG) Warendorf-Freckenhorst schon vor dem offiziellen Start der Radler um neun Uhr überzeugt, dass die Rekordteilnehmerzahl aus dem vergangenen Jahr noch einmal überboten werden könnte.

Die RSG hatte zu dem Frühjahrsevent für Radfahrer in der Umgebung eingeladen: Die jährliche Radtourenfahrt (RTF) „Rund um den Münsterländer Bauerndom“ für Rennradfahrer und die Citytourenfahrt (CTF) für Mountenbiker unter dem Titel „Durch die Emsauen“. Und nicht nur der strahlende Sonnenschein lockte die Rennradfahrer auf die Straße beziehungsweise die Mountainbiker auf die Feldwege der Umgebung. Angereist waren sie aus der näheren und weiteren Umgebung Freckenhorsts.

Nicht um Schnelligkeit ging es bei den insgesamt fünf Strecken zwischen 31 und 111 Kilometern Länge, die den Teilnehmern zur Auswahl standen: „Wir stoppen nicht die Zeit“, erläutert Schulte. Je nach Länge der Strecke werden Punkte an die Radfahrer verteilt, die diese in einer Wertungskarte bis zum Ende der Saison sammeln.

Während die meisten Rennradfahrer in Freckenhorst ihre ersten Punkte der Saison sammelten, waren es für die Mountainbiker eher die letzten, denn sie fahren ja eher im Herbst und Winter.

Rund 50 Helfer hatte die RSG mobilisiert, um die Großveranstaltung auf die Beine zu stellen. An mehreren Stellen auf den Strecken stempelten sie die Wertungskarten der Fahrer ab und verpflegten sie mit Getränken und Obst. Auch mit den Tücken der Technik hatten die Helfer zu kämpfen. Erstmals in Freckenhorst kam das elektronische Registriersystem „Scan&Bike“ des Bundes Deutscher Radfahrer zum Einsatz. Wohl vor allem durch die reduzierte Zahl an Meldetischen kam es so zu langen Schlangen bei der Anmeldung.

Start und Ziel der Touren war, wie in den Vorjahren, die ehemalige Hauptschule. Wie es nach dem Abriss des Gebäudes mit der Veranstaltung weiter gehen wird, steht noch nicht fest. Eine Arbeitsgruppe feilt jedoch schon an einem Konzept für die Zukunft.

Freckenhorst / Everswinkel (bjo). Sprünge und Steilkurven, rasante Abfahrten und vieles mehr: Einen Pumptrack und Bikepark für Mountainbikefahrer wollen Christian Rzadki und Markus Grabasch im Everswinkeler Gewerbegebiet Grothues realisieren.

Eine Idee, mit der die begeisterten Downhill-Fahrer nicht nur im Vorstand der Radsportgemeinschaft Warendorf-Freckenhorst, sondern auch bei der Mitgliederversammlung am Freitag im Stiftshof Dühlmann auf offene Ohren stießen. Das Gelände, eine gut 1500 Quadratmeter große, derzeit nicht genutzte Gewerbefläche, stehe zur Verfügung, machte Rzadki deutlich. Einige Hügel gebe es auf dem Gelände schon, weitere Elemente müssten angelegt werden. „So lange die Gewerbefläche nicht benötigt wird, können wir sie nutzen“, machte er deutlich. Bei der Gemeinde Everswinkel sei man mit dem Vorhaben jedenfalls auf offene Ohren gestoßen.

Unterstützung signalisierte auch die Mitgliederversammlung der RSG: „Wir werden das weiterverfolgen, fasste Schriftführer Benedikt Schulte die Stimmung zusammen. Schließlich lasse sich das Projekt Bikepark mit nur geringen finanziellen Mitteln realisieren: „Wir müssen kein Grundstück und auch keine Erde kaufen.“ Bei den notwendigen Erdarbeiten könne man sich zudem auf Maschinen-Unterstützung seitens eines RSG-Mitglieds verlassen, so Schulte.

Kostenlos und frei begehbar soll der Bikepark zukünftig sein, betonen Christian Rzadki und Markus Grabasch. Das Gelände, das natürlich ausschließlich auf eigene Gefahr befahren werden könne, diene vor allem zum Erlernen und Perfektionieren von Fahrtechniken. „Wir wollen Jugendliche animieren, Sport zu treiben“, machen die Initiatoren deutlich.

Derzeit ist das in der näheren Umgebung nicht möglich, der nächste frei zugängliche Bike-Park befindet sich in der Nähe von Bad Iburg. „Wir sind guter Dinge, das Projekt gemeinsam mit der RSG nach vorne zu bringen“, freuen sich die beiden auf die anstehenden Gespräche und Arbeiten.

Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung - Vortrag mit Ralph Schomaker am 17. Oktober 2014 (WN)

Profis legen Wert auf Grundlagenausdauer

 

Sportmediziner Dr. Schomaker referiert beim Kreissportbund

 

-rp- FRECKENHORST. Wer leistungsmäßig Radfahren will, der sollte sich auskennen mit Begriffen wie Herzfrequenz, Watt und Laktat. Oder reicht es am Ende doch, sich auf das eigene Gefühl zu verlassen? Dr. Ralph Schomaker vom Zentrum für Sportmedizin in Münster gab am Freitagabend im Stiftshof Dühlmann in Freckenhorst Einblicke in die Trainingssteuerung für Ausdauersportler. Eingeladen hatten dazu der Kreissportbund Warendorf und die RSG Warendorf-Freckenhorst. Gekommen waren rund 150 Interessierte, vor allem Radsportler. Das Interesse war riesig, mit 50 Besuchern hatten die Veranstalter gerechnet.

Training ist nicht gleich Training. Darüber war sich spätestens nach den zwei Stunden jeder klar. Ralph Schomaker klärte über die Trainingssteuerung auf, gab wichtige Tipps, wie es besser und vor allem effizienter geht. Der überwiegende Teil der Ausdauersportler trainiere subjektiv, nach dem eigenen Gefühl, „in der Regel ist das zu intensiv“, erklärte Schomaker. Der Sportler bleibt irgendwann auf einem Leistungslevel und entwickelt sich nicht weiter.

Dabei ist es ganz einfach, wieder einen Schritt nach vorn zu machen, bei Tempo und Kraft noch eine Schippe draufzupacken. Bei einer Studie haben Experten die Trainingswerte etlicher Weltmeister und Olympiasieger unterschiedlicher Ausdauersportarten untersucht und verglichen. Sie kamen auf eine Gemeinsamkeit: Alle Profis legten großen Wert auf die Grundlagenausdauer. Das lässt sich auch auf ambitionierte Hobby- und Amateursportler übertragen: 80 Prozent sollte der Anteil der Grundlagenausdauer im gesamten Training ausmachen, 20 Prozent sollte im anaeroben Bereich, also als Intervalltraining, trainiert werden. „Damit wird man durchgreifend besser, das ist wissenschaftlich belegt“, sagt Ralph Schomaker. Die Länge und der Umfang des Trainings seien „viel, viel wichtiger.“ Und ganz nebenbei verbessert man auch nahezu alle Werte wie den Stoffwechsel, Ruhepuls und Blutwerte – einhergehend mit einer entsprechend gesunden Ernährung. Der gesundheitliche Benefit kommt dabei nicht zu kurz.

Diese Trainingsmethode basiert auf den individuellen Werten jedes einzelnen Sportlers. Die Herzfrequenz und das Laktat spielen eine große Rolle. Vor allem aber gilt die Devise: Laufen ohne zu Schnaufen, die so auch auf das Radfahren übertragen werden kann. Die Weisheit früherer Radsportler, nur wer langsam fahren kann, kann auch schnell fahren, hat nichts an Bedeutung verloren.